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Mit der Nachversicherungsgarantie kannst du deine Berufsunfähigkeitsrente (BU-Rente) erhöhen, ohne eine erneute Gesundheitsprüfung durchlaufen zu müssen. Dies ist möglich, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, wie zum Beispiel das Erreichen eines bestimmten Alters, das Verstreichen einer festgelegten Zeit seit dem Abschluss der Versicherung oder das Eintreten besonderer Lebensereignisse. Typische Ereignisse, die eine Nachversicherung auslösen, sind etwa die Geburt eines Kindes, der Kauf eines Hauses oder ein deutlicher Einkommenszuwachs. Auf diese Weise kannst du deine Absicherung flexibel an veränderte Lebensumstände anpassen, ohne dass Vorerkrankungen oder Gesundheitsfragen die Erhöhung der Rente erschweren.
Wenn du psychische oder andere Vorerkrankungen hast, ist der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) möglich, erfordert aber sorgfältige Planung. Zuerst solltest du prüfen, ob die Erkrankung aktuell behandelt wird oder bereits zurückliegt. Bei laufenden Therapien, wie zum Beispiel Psychotherapie, ist der Abschluss einer BU in der Regel sehr schwierig. Liegt die Behandlung länger zurück, kann dies die Chancen deutlich verbessern.
Der nächste Schritt ist die anonyme Risikovoranfrage. Dabei fragt dein Versicherungsvermittler bei mehreren Versicherern anonym an, ob eine Aufnahme möglich wäre. Das hat den Vorteil, dass du keine offizielle Ablehnung riskierst, die später deine Versicherbarkeit erschweren könnte. Versicherer speichern Ablehnungen oft im Hinweis- und Informationssystem der Versicherungswirtschaft (HIS). Ein Eintrag dort kann spätere Anträge erschweren oder verteuern.
Damit die Gesundheitsfragen korrekt beantwortet werden, lohnt es sich, die Patientenakte von der gesetzlichen Krankenversicherung anzufordern. So kann der Vermittler genau nachvollziehen, welche Diagnosen, Behandlungen oder Therapien vorliegen und wie diese bei den Versicherern bewertet werden.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsfragen ist in Deutschland nicht möglich. Zwar gibt es über Arbeitgeber manchmal vereinfachte Angebote, diese sind jedoch meist leistungsbegrenzend, enden vor dem regulären Rentenalter und bieten keinen Schutz bei einem Arbeitgeberwechsel. Deshalb sollte die BU unabhängig und individuell abgeschlossen werden, um langfristige Sicherheit zu gewährleisten.
Zusätzlich kann es sinnvoll sein, verschiedene Versicherer zu vergleichen, um zu prüfen, welche deine Vorerkrankungen akzeptieren und welche Konditionen möglich sind. Mit der richtigen Strategie und Beratung ist es selbst mit psychischen Vorerkrankungen möglich, eine BU abzuschließen, die deinen Lebensstandard absichert.
Tipps für alle Vorerkrankten:
Nicht jeder kann eine klassische Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abschließen. Gründe können hohe Beiträge für bestimmte Berufsgruppen oder bestehende Vorerkrankungen sein. In solchen Fällen ist es sinnvoll, über alternative Absicherungen nachzudenken, um die eigene Existenz abzusichern.
Erwerbsunfähigkeitsversicherung: Sie zahlt eine Rente, wenn du in deinem gesamten Erwerbsleben nicht mehr arbeiten kannst. Sie ist staatlich orientiert und oft leichter abschließbar, jedoch weniger individuell als eine BU.
Schwere-Krankheiten-Versicherung: Sie leistet eine Einmalzahlung bei Diagnose bestimmter schwerer Krankheiten wie Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Sie deckt finanzielle Belastungen durch Krankheit ab, ersetzt aber nicht die monatliche BU-Rente.
Grundfähigkeitsversicherung: Sie zahlt, wenn bestimmte körperliche oder geistige Grundfähigkeiten verloren gehen, zum Beispiel Sehen, Gehen, Hören oder Gedächtnis. Diese Versicherung ist eine Alternative für Personen, die keine BU-Versicherung bekommen oder sehr hohe Beiträge zahlen müssten.
Nicht geeignet als Ersatz ist die Unfallversicherung, da sie nur Unfälle abdeckt, nicht aber Krankheiten oder altersbedingte Einschränkungen. Eine Unfallversicherung kann also eine BU-Versicherung nicht ersetzen und umgekehrt.